Über uns

Diese Seite wurde geschaffen von jungen Politiker und Politikerinnen aus der JUSO, die eine moderne Politlandschaft wollen und für Gleichstellung einstehen. Auf www.juso.ch findest du weitere Infos über unsere Partei und ihre Werte. Wahrscheinlich kandidieren auch in deinem Kanton junge, moderne Politiker_innen der JUSO für den Nationalrat, und du kannst sie im Oktober wählen!

 

Fakten: Sexismus

Vielerorts wird heute gesagt, Gleichstellung zwischen Mann und Frau sei schon lange erreicht. Tatsächlich, in den letzten Jahrzehnten hat sich die starre Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft stark verändert. Die gesetzliche Gleichstellung wurde voran getrieben, das Stimm- und Wahlrecht für Frauen erkämpft und nach jahrelangem Ringen eine Mutterschaftsversicherung eingeführt.

Aber trotzdem bleiben die Fakten klar: Frauen verdienen noch heute durchschnittlich 20% weniger als Männer. Obwohl mehr als die Hälfte der Studierenden Frauen sind, beträgt der Anteil an den Professuren lediglich 15%. Frauen leisten jährlich immer noch über 1.5 Mia. Arbeitsstunden an unbezahlter Care Arbeit, doppelt so viel wie die Männer in der Schweiz. Würde diese Arbeit mit marktüblichen Löhnen bezahlt, ergäbten sich daraus Arbeitskosten von jährlich über 53 Mia. Franken. Frauen, die es sich leisten können, lagern diese Reproduktionsarbeit vermehrt aus an Putzpersonal und Kinderbetreuende. Dort arbeiten im Grossteil Frauen, häufig legal oder illegal migrierte, die nur einen sehr geringen Lohn beziehen. So weist der Haushaltsbereich neben dem Baugewerbe den grössten Anteil an missbräuchlichen Lohnzahlungen (Tiefstlöhnen) auf. Gleichzeitig wird Männern durch sozialen Druck und Unnachgiebigkeit ihrer Vorgesetzten allermeistens verwehrt, flexible Arbeitszeitregelungen zu finden oder Teilzeitstellen anzutreten, vor allem in traditionellen „Männerberufen“ und in höheren Positionen.

Sexismus ist alltäglich, sowohl gegen Frauen als auch gegen Männer. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Von einer echten Gleichstellung der Geschlechter sind wir noch weit entfernt.

 

Fakten: Homophobie

Die Lage der LGBT*QIA-Comunity (Lesbisch, Gay/Schwul, Bisexuell, Trans*, Queer, Intersex, Asexuell) hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert; die gesellschaftliche Akzeptanz weitete sich scheinbar aus, viele politische Forderungen wurden aufgenommen und offensichtliche Diskriminierungen haben abgenommen.

Doch wirklich verschwunden ist die Diskriminierung nicht. Nur ein Beispiel sind die Hindernisse, die nicht-heterosexuellen Menschen noch immer bei der Eheschliessung und auch bei der Reproduktion erleben. Auch ist eine massive soziale Diskriminierung gegen Homosexuelle präsent. Sie führt unter anderem dazu, dass einer von fünf homo- oder bisexuellen Menschen in der Schweiz einen Selbstmordversuch unternimmt. Die Hälfte dieser Suizidversuche werden noch vor dem zwanzigsten Lebensjahr verübt, öfters in Zusammenhang mit dem Coming Out.

Auch homophobe Gewalt betrifft fast jede dritte homosexuelle Person, wobei der grösste Teil der Fälle niemals offiziell gemeldet wird.

Mehr Infos zu unseren Positionen und Forderungen zu feministischen und queeren Themen findest du hier: http://www.juso.ch/die-juso/positionen/#7

 

Fakten: Macho-Politik

Für unsere Recherche haben wir die Profile von Politikerinnen und Politikern auf der Webseite smartvote unter die Lupe genommen und beachtet, welche Antworten sie dort während den Nationalratswahlen 2011 auf gleichstellungspolitische Fragen gegeben haben (wie z.B. die Rentenaltererhöhung, die Finanzierung von Kinderbetreuung, den Elternurlaub, die Adoption für gleichgeschlechtliche Paare, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und die Frauenquote in Unternehmen).

Ebenfalls haben wir die Abstimmung im Nationalrat vom 17.4.13 analysiert, wo die Politikerinnen und Politiker über die Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ abgestimmt haben, die verlangte, dass die Krankenkasse nicht weiter für Abtreibungen zahlen müsse.